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Ökobilanz-Basisdaten für Häuser in Holzbauweise

Thünen-BMEL Projekt

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Projekthintergrund

Das Thema Nachhaltiges Bauen gewinnt vor dem Hintergrund von Klimawandel, Energieeffizienz und Ressourcenschonung zunehmend an Bedeutung. Einsparpotentiale im Wohn- und Bausektor wurden in der Vergangenheit vor allem im Energiebereich der Nutzungsphase gesehen. Für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden wird der Rahmen erweitert und der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes betrachtet. Unter Berücksichtigung der Baustoffherstellung werden etwa zwanzig Prozent der Umweltauswirkungen eines Gebäudes bereits in der Erstellungsphase erzeugt, also unabhängig von der anschließenden Nutzung. Aus diesem Grund fokussiert dieses Projekt auf die „cradle-to-gate“-Analyse von Häusern in Holzbauweise.

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Projektumsetzung und Partner

Die Analyse der Umweltauswirkungen von Holzhäusern als Teil der Nachhaltigkeitsbewertung erfolgt als Ökobilanzierung gemäß ISO EN 14040 und 14044. Die Sachbilanzanalyse stellt hierfür alle relevanten Informationen zu den eingesetzten Bauprodukten hinsichtlich ihrer verwendeten Grundstoffe, der Prozesskette und dem Abfallaufkommen sowie den resultierenden Emissionen bereit.
Das Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Ökobilanz-Basisdaten für komplette Häuser in Holzbauweise, die für Deutschland Gültigkeit besitzen. Die hierfür notwendige Datengrundlage wird von Mitgliedsunternehmen des BDF, dem Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), zur Verfügung gestellt. Die Datenerhebung erfolgt mit Hilfe von Fragebögen. Die Erfassung dieser Primärdaten von Unternehmen, die im Sektor eine hohe Marktabdeckung bieten, sichert eine hohe Repräsentativität und Qualität der Daten. Ergänzende Informationen über die Vorketten werden aktuellen Baudatenbanken oder Umweltproduktdeklarationen (EPD) entnommen. Das Projekt stützt sich darüber hinaus auf die Ergebnisse des vTI-FNR-Projekts ÖkoHolzBauDat (Ökobilanz Holzhalbwaren), welches sich mit den Umweltauswirkungen von Holzwerkstoffen, wie z.B. Spanplatten, befasst.

>> ÖkoHolzBauDat

Logo BDF

Webseite BdF


Verwendung der Ergebnisse

Die Berechnung der Ökobilanz erfolgt durch die Erstellung von dynamischen Prozessmodellen (so genannte parametrisierte Modelle) mittels etablierter Ökobilanzsoftware. Individuelle Ausprägungen der einzelnen Hersteller können auf diese Weise auf die Modelle übertragen und im Weiteren aktualisiert werden. Die Ergebnisse sollen in einer Datenbank organisiert und als Durchschnittswerte relevanten öffentlichen Datenbanken im Bereich des Nachhaltigen Bauens zur Verfügung gestellt werden. Die Verwendungsmöglichkeiten der ermittelten Umweltkenndaten durch die teilnehmenden Unternehmen ist vielfältig. So können die Ökobilanzergebnisse für die produzierten Fertighäuser beispielsweise als erforderliche Nachweise bei der Gebäudebewertung im Kontext den Nachhaltigen Bauens dienen (BNB, DGNB), oder auf Unternehmensebene als Basis für die Optimierung des Energie- und Ressourceneinsatzes verwendet werden.

>> Umweltproduktdeklarationen

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für Nachhaltiges Bauen